Auffang- und Wiederholungsbehandlung
Im Unterschied zur individualisierten Entwöhnungsbehandlung von 12
bis 16 Behandlungswochen (Drogen bis zu 26 Wochen) dauert die Auffangbehandlung
6 Wochen und die Wiederholungsbehandlung 10 Wochen (Drogen bis zu 16 Wochen).
Regelhaft ist für beide Patientengruppen, dass bereits eine Entwöhnungsbehandlung,
die zum Teil über mehrere Jahre zurückliegen kann, stattgefunden
hat. So sollen in der Aufnahme- und Diagnostikphase die gemachten Entwicklungsschritte
aus der Erstbehandlung gesichert werden. Dabei ist zu prüfen, inwieweit
die damaligen Behandlungsergebnisse lebenspraktisch umgesetzt werden konnten.
Bei der Analyse werden z.T. Lebensereignisse, verknüpft mit einer
hohen emotionalen Belastung, angegeben, die für die Entwicklung der
Rückfallsituationen ausschlaggebend waren.
So ist ein lösungs- und zukunftsorientiertes Vorgehen sinnvoll, das
die Patienten streng in die Verantwortung für ihr zukünftiges
Handeln stellt. In der frühzeitigen Definition der Ressourcen, die
diese Patientengruppe mitbringt, gelingt es innerhalb der Therapiegemeinschaft
und insbesondere in der Therapiegruppe, einen gruppendynamischen Prozess
zu initiieren, in dem diese Patienten von Anfang an sehr stark mit Befähigung
aber auch Selbstüberschätzung und Misslingen konfrontiert werden.
Darüber hinaus haben sie für ihre Mitpatienten eine Modellfunktion,
die zur kritischen Überprüfung anregt. Daraus resultiert häufig
ein dichtes gruppendynamisches Klima, in dem Eigenverantwortung, aber
auch ein ziel- und ergebnisorientiertes Arbeiten zum Gelingen des Therapieprozesses
beiträgt.
(PDF: 356
KB)
Weitere Informationen entnehmen Sie bitte dem Hauptkonzept
für die Behandlung in der Klinik "Schloß Falkenhof".
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