Kombinierte ambulant-stationäre
Behandlung (KoRS)
kombinierte ambulant-stationäre Behandlung (KoRS)
Die „Kombinierte Reha Sucht (KoRS)“ wird als weiteres Behandlungsangebot
neben den bereits bewährten Therapieprogrammen verstanden. Im Kernbereich
steht eine intensive 6-wöchige stationäre Therapiephase mit
einer verbindlichen ambulanten Rehabilitationsphase im Anschluss. Dies
bedeutet, dass Patienten, die sich für dieses Behandlungsprogramm
entscheiden, bereits in der Vorbereitungsphase über diese kombinierte
stationär-ambulante Therapiekonzeption informiert werden.
Die Kombibehandlung "KoRS" ist zur Zeit mit folgenden Fachambulanzen
und Behandlungsstellen möglich:
Die stationäre Behandlungsphase kann im Gegensatz zur ambulanten
Phase durch die zeitbegrenzte Herausnahme aus dem Lebensalltag entscheidend
die Reflexionsfähigkeit fördern, d. h. das Selbstbild bezogen
auf den familiären und beruflichen Kontext kann intensiv überprüft
werden, so dass die derzeitige Beziehungssituation analysiert wird.
Eine Überprüfung eigener Stärken, Fähigkeiten und
Ressourcen lässt es zu, Selbstwertgefühl und Selbstachtung zu
verbessern.
So können Patienten in dieser Behandlungsphase wesentliche Entwicklungsschritte
überprüfen und im Rahmen von Heimfahrten und Klärungsgesprächen
einen intensiven Austausch mit ihren Angehörigen vornehmen. Durch
die Rückkehr in die Klinik werden intensive Formen der Rückkopplung
geschaffen, in denen es gelingt, weitere notwendige Entwicklungsschritte
zu verdichten. Gemeinsame Freizeitgestaltung, Gesundheitstraining, Sport
und Gymnastik ermöglichen es, die körperliche Ausdauer und Kondition
zu verbessern. Durch eine zeitlich begrenzte Herausnahme aus der Familie
ergeben sich für alle Beteiligten Möglichkeiten der Überprüfung
ihres Rollenverständnisses und ihrer Ansprüche und Erwartungen
an das zukünftige Zusammenleben.
Familientherapeutische Gespräche unter systemischen, lösungsorientierten
und verhaltenstherapeutischen Vorgaben bedeuten, dass neben der Gegenwartsanalyse
eine vorrangig an den zukünftigen Haltungen und Umgehensformen orientierte
Therapie entscheidend ist. So ist der Raum, der sich für Angehörige
durch die vorübergehende Trennung des als suchtmittelkrank definierten
Familienmitglieds ergibt, eine wesentliche Chance, eigene Muster und Verhaltensweisen
zu überprüfen, um gemeinsam am Aufbau neuer tragfähiger
Beziehungen zu arbeiten.
In der nahtlos sich anschließenden ambulanten Behandlungsphase gilt
es, die während der stationären Phase gemachten Entwicklungsschritte
lebenspraktisch umzusetzen und innerhalb der wöchentlichen gruppentherapeutischen
Sitzungen auszutauschen und zu reflektieren. Durch die wieder aufgenommene
Berufstätigkeit und das Erleben des familiären Alltags ergeben
sich neben vielen stabilisierenden Gesichtspunkten auch Gefährdungen
und Krisen, die gruppentherapeutisch aufgefangen werden können.
In der Weiterführung des therapeutischen Prozesses in der Psychosozialen
Beratungs- und Behandlungsstelle oder Fachambulanz entsteht somit eine
Therapiekontinuität, die jedoch jetzt gegenwarts- und alltagsbezogen
das Selbsterleben und die damit verbundenen familiären Wechselwirkungen
einbeziehen kann.
(PDF: 77 KB)
Weitere Informationen entnehmen Sie bitte dem "KoRS"
Konzept.
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